Gifix

  • Hallo erstmal. Also, ich habe in einem anderen Forum ein RPG begonnen. Und dazu habe ich drei Prologe geschrieben:


    1. Prolog
    Warum trauen sich die Menschen nicht mehr in ihre Dörfer?
    Wer sind die Gifix, die es verhindern?
    Wie sehen diese Wesen aus?
    Warum greifen sie die Menschen an?
    Wie wehren sich die Menschen?
    Wo leben die Menschen nun?
    Warum ist der Krieg ausgebrochen?
    Wer zieht im Hintergrund die Fäden?
    Wer spricht Flüche aus, die er nicht mehr nehmen kann?
    Wieso trauen Gifix und Menschen ihren Anführern blind?
    Welchen Sinn hatte der Tod der Gefallenen?
    Warum ist es unannehmbar, Frieden zu wollen?
    Warum sind Gifix böse?
    Warum sind Menschen böse?
    Ich will es euch erklären...


    2. Prolog
    "Mit den Gifix lebten wir sehr lange Zeit friedlich in unseren Dörfern. Doch nach einigen Jahrzehnten, als es immer mehr Menschen auf der Welt gab zogen sie sich in ihre Dörfer zurück. Wir ahnten nicht, was sie planten und erfuhren dies bis heute nicht. Das einzige, was wir wissen ist die Tatsache, dass sie tausende Menschen umbrachten. Lange Zeit konnten wir uns nur verstecken, bis sich einige mutige Krieger hinauswagten und ihre Dörfer verteidigten. Viele von ihnen starben aber einige wenige entwickelten Techniken um die Gifix zu vernichten. Diese lehrten sie ihren Kindern, welche sie wiederum an ihre Nachkommen weitergaben. So blieben die verschiedenen Techniken ein Familiengeheimnis doch schon bald wollten auch andere Dorfbewohner für ihre Familien kämpfen und so wurden die geheimen Techniken der einzelnen Kämpfer zu denen ihres Dorfes. Ich wusste jedoch, wie wichtig es ist dass sich jeder gegen die Monster verteidigen kann. So ließ ich Trainingslager gründen, in denen viele neue Kämpfer ausgebildet werden. Sie alle kämpfen für unser Volk, sie alle kämpfen für die Menschheit!"
    Meuruk, der König


    3. Prolog
    "Es gab eine Zeit vor dem Krieg, in der wir Gifix in Frieden mit den Menschen lebten. Anfangs wohnten wir in ihren Dörfern doch als es bald schon sehr viel mehr Menschen als Gifix gab entschlossen wir uns dazu, fortan in den Wäldern zu leben. Doch schon nach kurzer Zeit wurde uns klar, dass menschen machthungrig und rücksichtslos waren. Sie zerstörten unsere Wälder und ignorierten unsere Bitten, dies zu unterlassen. Wir wollten mit ihnen Kompromisse finden doch sie griffen uns an. Als diese Primaten dann schließlich unseren geliebten König umbrachten sammelten wir uns und gründeten einen Rat. Ich wurde zum Vorsitzenden gewählt und konnte es nun nicht länger ertragen, dass die Menschen uns das angetan hatten. Damit konnte ich sie nicht davon kommen lassen und so befahl ich meinen Truppen, die Menschen anzugreifen!"
    Zrithan, Gifix-Ratsvorsitzender


    Zur Zeit bin ich am Überarbeiten des ersten Teils. ^^

  • Vorwort
    Zu aller erst: Ich habe diese Geschichte nicht alleine geschrieben! Ich schreibe lediglich, was Xiny tut und schrieb die Prologe. Diese Geschichte ist in einem anderen Forum ein RPG (Role playing game = Rollenspiel), an dem zurzeit noch gearbeitet wird. Ich danke "BorningAce", "Dezember123", "Trygon" "hypergatomon" und "Kirby-Brawler", weil mir diese erlaubt haben, diesen Text hier zu veröffentlichen. Jeder der genannten Namen ist ein Benutzername in einem anderen Forum. Jeder Benutzer hat einen oder zwei Charaktere erfunden, dazu Steckbriefe erstellt und alles geschrieben, was diese Person tut.


    Xiny
    Sie ist eine Gifix mit dem Namen Xiny. Doch im Gegensatz zu anderen ihrer Art kann sie zwischen der Gestalt eines regenbogenfarbenen, gefiederten Drachens und der eines Menschenmädchens mit schulterlangen, ebenfalls regenbogenfarbenen Haaren wechseln. Die Fünfzehnjährige ist zwar stur, dafür aber auch offen, hilfsbereit und freundlich. Menschen hasst sie nicht, da sie einerseits bisher keine schlechten Erfahrungen mit ihnen machte und andererseits weil sie der Meinung ist, man müsse den Krieg beenden.


    Voltaire
    Zu Beginn des RPGs ist Voltaire fünfzehn Jahre, drei Monate und vier Tage alt. Er ist ein Mensch und Mitglied einer Kampftruppe. Vom Charakter her ist er kühl und berechnend, außerdem scheint er auf alles vorbereitet zu sein und ist praktisch unmöglich zu überraschen. Er hat kurze, blonde Haare und hasst die Gifix, da diese ihm seine Heimat nahmen.


    Erster Part
    Xiny schritt in ihrer Drachengestalt durch den dichten Wald. Vorsichtig stieg sie über einige am Boden liegenden Baumstämme und kletterte einen Felsen hoch. Von hier aus konnte sie alles überblicken: Vor ihr erkannte sie einen dichten Dschungel, hinter ihr war nur ein kleiner Wald, der schließlich zur Wüste wurde, zu sehen. Links erblickte sie das Meer, in dem die Sonne bald versinken würde. Als sie nach rechts sah, wehte ihr eine kalte Brise entgegen. Sie erblickte gigantische Berge mit schneebedeckten Gipfeln und riesigen Gletschern. Der Wald hinter ihr war der Mischwald, in dem sie lebte. Selten nur hatte sie sich in den Dschungel gewagt. Denn bevor sie überhaupt dort ankam, musste sie zunächst eine Wiese überqueren. Dies zu tun mochte einfach klingen, war es aber nicht. Denn die Wiese war das Schlachtfeld von menschlichen Kampftruppen, welche gegen wütende Gifix kämpften.
    Xiny legte sich auf den von der Sonne gewärmten Felsen und schloss ihre Augen. "Der Krieg muss beendet werden", dachte sie, "Auch wenn ich es alleine vermutlich nicht schaffen werde, ich muss es versuchen!" Mit diesem Gedanken schlief sie schließlich ein.


    Voltaire blickte gen Himmel.
    Er hatte sich aus dem Lager seines Trupps geschlichen und wanderte nun, mitten am Tag, ganz allein mit auf dem Rücken verschränkten Armen und nachdenklichem Gesichtsausdruck schier ziellos durch die Gegend.
    Es wurde schlagartig dämmrig um ihn herum als er den Eingang eines dichten Mischwaldes passierte.
    Bei der bedrohten Lage der Menschen gab es wohl - da war sich Voltaire sicher - höchstens ein halbes Dutzend, das noch den Mut hatte, allein einen Waldspaziergang zu machen um einen klaren Kopf zu bekommen.
    Vor sich hörte er irgendetwas im Gebüsch rascheln, doch er reagierte nicht schreckhaft oder mit Emporreißen seiner Waffe, sondern blieb ruhig stehen und hob eine Augenbraue.
    Was das wohl sein mag, fragte er sich.


    Etwas hatte Xiny aus dem Schlaf gerissen, ein fremder Geruch. Sie sprang sogleich vom Felsen herab. Doch bevor sie auf den Menschen zuging, nahm sie ihre Menschengestalt an.


    "Komm nur raus, ich weiß dass du da bist!", rief Voltaire in dem Wissen, dass dort irgendein Wesen war - entweder ein Mensch oder ein Tier - oder ein Gifix! Das Rascheln wurde lauter und ein Mensch rückte in sein Blickfeld.Voltaire hob nun auch die andere Augenbraue."Wer bist du, dich mitten in einem Krieg allein in einen dunklen Wald zu trauen?", wollte er wissen. "Mein Name ist Xiny!", antwortete die Gifix freundlich und lächelte, "Und ich lebe hier in diesem Wald!" Voltaire nickte kurz."Nun, mein Name ist Voltaire.Entschuldige meine Neugier, aber wie kann man in solchen Zeiten an einem solchen Ort leben?" "Für mich ist es undenkbar, irgendwo anders zu leben", entgegnete Xiny, "Sag mal, wo kommst du eigentlich her?" "Aus einem Armeelager - aber das ist irrelevant" Während er das sagte, blickte er kurz in die Richtung, in der er sein Lager vermutete. "Dann bist du Mitglied einer Kampftruppe?", fragte die Gifix leicht enttäuscht und sah zu Boden. "Nanu, hast du etwa was dagegen?" Nun war er doch leicht irritiert. "Du bist schließlich ein Mensch und die Gifix sind unsere natürlichen Feinde - deshalb gibt es immerhin die Truppen. Wie kommt es also, dass du gegen sie bist?" Xiny kratze sich verlegen am Kopf. "Verdammt!", fluchte sie gedanklich sie, "Ich rede zu viel!" Sie versuchte zu lächeln. "Ach weißt du", versuchte sie vom Thema abzulenken, "Ich fände es viel schöner, wenn es keinen Krieg gäbe!" "Ich auch", meinte er versonnen, "doch dazu müssen die Gifix erst ausgelöscht werden.Immerhin griffen sie uns ganz ohne Grund an, also können wir uns in Zukunft nie wieder sicher fühlen, solange sie noch existieren" "Wieso grundlos?", rief Xiny empört und verschränkte ihre Arme, "Ihr habt doch unsere Wälder zerstört!" Voltaire hob wieder eine Augenbraue.


    "Unsere Wälder?", wiedeholte er. "Könnte es sein, dass Gifix ihre Gestalt wandeln können und dass du", er zückte seine Waffe, eine zweischneidige Axt, "ein Gifix bist?!"Erst jetzt wurde Xiny klar, dass sie sich verraten hatte. "Nun, ähm... Jain", erklärte sie und wich einen Schritt zurück, "Nicht alle Gifix können ihre Gestalt ändern und ja, ich bin ein Gifix...." Fluchtbereit duckte sie sich. "Ich Plappermaul!", schimpfte sie gedanklich, "Verdammt noch mal!" "Warte!", rief Voltaire mit ruhiger Stimme."Was hat dass zu bedeuten? Bist du etwas besonderes, dass du deine Gestalt wechseln kannst? Oder mangelt es dir dafür an kämpferischer Fähigkeiten?" Er senkte seine Axt und steckte sie wieder an seinen Gürtel. "Sieh her, ich stelle keine Gefahr für dich dar." Dabei fügte er in Gedanken hinzu: 'Jedenfalls jetzt noch nicht.'
    Erleichtert atmete Xiny auf, bevor sie zu erzählen begann: "Nur wenige Gifix können ihre Gestalt ändern. Ich kann zwischen Zweien wechseln, andere zwischen dreien. Aber dafür, dass ich meine Gestalt wechseln kann beherrsche ich - im Gegensatz zu anderen Gifix - kein Krajül"
    "Kein Kra-was? Sprich nicht in Rätseln!", verlangte Voltaire. "Krajül!", erklärte die Gifix und lächelte, "Das ist die Fähigkeit, andere meiner Art binnen weniger Sekunden zu heilen oder zum Leben zu erwecken. Aber der Haken an der Sache ist, dass bei der Heilung die Wunden einfach übertragen werden, jedoch erst nach einigen Tagen oder Jahren zum Vorschein kommen. Wenn ein Gifix einen anderen zum Leben erweckt - wobei das nur kurz nach dem Tod möglich ist - lebt der Anwender des Krajül so viele Jahre weniger, wie der wiederbelebte Gifix noch lebt. Wenn also beispielsweise ein Gifix mich zum Leben erwecken würde und ich noch 30 Jahre leben würde, so wäre der andere Gifix statt beispielsweise 320 nur 290 Jahre alt werden. Aber kaum ein Gifix ist so alt geworden, da die Meisten von Menschen getötet wurden" Bedrückt sah sie zu Voltaire. "Das wurden sie aber auch mit gutem Grund.", meinte dieser und sah ihr fest in die Augen, "Oder meinst du nicht, dass es unangebracht war, uns einfach anzugreifen und die Schwächsten von uns - Bauern und Zivilisten - zu töten?"


    "Ich bin ja auch nicht für den Krieg", meinte Xiny kleinlaut, "Aber wir haben euch darum gebeten, unsere Wälder nicht zu zerstören. Da ihr unseren Bitten keine Beachtung geschenkt habt, hat der Rat beschlossen, dass man euch angreifen solle...“ "Hmm, so denkt ihr also..." Voltaire sah in den Himmel und versank wieder in Gedanken. Die Gifix sah ihn unsicher an. Nach einigem Zögern nahm sie jedoch ihre wahre Gestalt an und sah dem Menschen fest in die Augen. "Na hussa, das nenn ich mal Veränderungen. Bloß hast du in dieser Gestalt in einem solch dichten Wald doch wohl kaum Fluchtchancen, oder sehe ich das falsch?" Die mächtige Drachengestalt beeindruckte ihn nur wenig, denn er hatte auch schon weit schlimmere Gifix gesehen. "Ich will auch nicht fliehen", sagte Xiny und legte sich hin, "Und kämpfen will ich auch nicht" "Verstehe, also seid auch ihr Gifix nicht grundsätzlich schlecht. Hmm, wenn das so ist, könnte man doch gewiss einen Waffenstillstand vereinbaren - nach Hinrichtung sämtlicher Kriegsverbrecher auf beiden Seiten natürlich"
    Bei diesen Worten flammte das Bild seines zerstörten, ausgebrannten Dorfes in seinem Gedächtnis schmerzhaft auf. Krieg und Frieden - diese Begriffe waren relativ, solange es Wesen wie die verantwortlichen Gifix gab, die anderer Leute Heimat zerstörten.
    "Das wird schwierig", meinte Xiny und legte den gefiederten Kopf auf ihre Pranken, "Dazu müsste man den Rat davon überzeugen, dass nicht alle Menschen schlecht sind und den Anführern der Menschen klar machen, dass nicht alle Gifix böse sind. Aber bevor der dies Rat einsehen würde, schlachtet er alle Gifix ab..." Traurig schloss sie ihre Augen. Voltaire verschränkte die Arme hinter dem Kopf. "Die Generäle der Menschen würden wohl ähnlich handeln. Es sei denn, sie werden vorher ausgeschaltet. Ja, das wäre eine Idee. Wenn man die eigentlichen Kriegstreiber auf beiden Seiten aus dem Weg räumt, gäbe es für unsere Völker keinen Kriegsgrund mehr." Xiny öffnete ihre Augen und blickte zu Voltaire. "Es wir immer Wesen geben – seien es Menschen oder Gifix - die Krieg wollen", meinte sie schließlich, "Beispielsweise, um Rache zu verüben...."
    Kaum hatte sie das ausgesprochen, kam eine Erinnerung in ihr hoch. Auch sie hatte sich rächen und alle Menschen umbringen wollen. Sie hatte es sich bei dem Anblick ihrer toten Familie geschworen...
    Doch inzwischen hatte sie begriffen, dass man durch Rache nichts erreichen und Anderen nur Schmerzen hinzufügen konnte.


    "Welche Küste, die unseres Blutes ermangelt? Oh je, wenn der Krieg weitergeht wie bisher, werden die wenigen Überlebenden sich diese Frage mit Fug und Recht stellen können.", meinte Voltaire. "Falls es überlebende gibt", fügte Xiny hinzu und legte ihre Lieder nieder. Sie seufzte schwer, bevor sie ihre Augen erneut öffnete.
    "Und was sollte deiner Meinung nach getan werden? Wenn man die Kriegstreiber nicht ausschalten und den Krieg nicht friedlich beenden kann - was dann?", wollte Voltaire wissen. Xiny überlegte einen Moment, bevor sie sich äußerte: "Man müsste den Kämpfern klar machen, wie sinnlos der Krieg ist und was sie anrichten. Ob sie sich gegen die Kriegstreiber auflehnen würden?"
    "Ausgeschlossen, der König der Menschen hat viel zu viel Autorität, sein Volk vertraut ihm blind. Ebenso wie seine Truppen." Nun musste auch er schwer seufzen. Die Gifix stand auf und streckte sich. "Hm... Und was ist, wenn sie Zeuge seiner Boshaftigkeit werden?", überlegte sie laut, "Glaubst du, das wäre eine Möglichkeit?"
    "Theoretisch schon", meinte er, "doch wie willst du ihn dazu bekommen, sich und seine Torheit der Öffentlichkeit zu demonstrieren?"
    Xiny grinste. "Man muss ihn rasend machen, ohne dass das Volk es mitbekommt. Dann wird er wahrscheinlich unsinnige Befehle erteilen und so die Bürger nachdenklich stimmen - hoffe ich mal"
    Voltaire lächelte."Eine nette Idee, aber der König - so rachsüchtig und fies er auch sein mag - ist trotzdem sehr klug und vorsichtig. Wie sollten wir - falls dieser Plan je umgesetzt würde - in seine Nähe gelangen?"
    "Ich habe keine Ahnung", gab Xiny zu, "Das könnte wirklich ein Problem werden" Voltaire wandte sich um. "Wie gesagt, so wird das nichts. Und solange der Krieg anhält, ist es meine Pflicht, jeden Gifix in meiner Nähe zu töten" Er zückte seine Waffe, steckte sie aber gleich darauf wieder weg. "Also mach besser, dass du wegkommst."
    Xiny nahm wieder ihre Menschengestalt an. "Schade", sagte sie, "Aber falls du mich doch mal besuchen willst, komm an den Felsen, der über die Bäume ragt"


    Mit diesen Worten verschwand die Gifix im Gebüsch. Auf seinem Rückweg ins Lager dachte Voltaire viel nach.Noch bis vor einer halben Stunde hatte er alle Gifix für grundsätzlich böse und ausrottungswürdig gehalten, aber es gab offenbar - wie auch bei den Menschen - solche und solche. Bloß mussten das auch noch die anderen Menschen erfahren.